Einfach und schnell. Digital und sicher.

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05.02.2026


Sutter Sergio

TWINT hat sich in der Schweiz innert kurzer Zeit als bequemes und sicheres digitales Zahlungsmittel etabliert – von den Vorteilen der App profitiert auch die Kundschaft der Hypothekarbank Lenzburg. Wie die Implementierung ablief, wie TWINT genutzt wird und wie es weitergeht, weiss Sergio Sutter, Teamleiter E-Banking bei der Finstar AG.


Was ist der Stand der Dinge bezüglich TWINT?
Finstar integrierte TWINT im Auftrag der Hypothekarbank Lenzburg in die Gesamtbankenlösung. Die App für einfaches, rasches und sicheres Zahlen stösst auf grosses Interesse: Ende Januar 2026 wurde TWINT von rund 7000 Kundinnen und Kunden der Hypi eingesetzt – Tendenz weiter steigend.

Wie lassen sich die Nutzerinnen und Nutzer charakterisieren?
Besonders aufschlussreich ist für mich der Blick auf das Alter der Nutzer: Die ältesten sind über 90, die jüngsten wurden in den 2010er Jahren geboren. Das zeigt die breite Verankerung bei den Nutzerinnen und Nutzern und die Einfachheit der Bedienung: Wer in den 1930er Jahren geboren wurde, zählt nicht zu den Digital Natives. Ein genauer Blick auf die Daten zeigt, dass rund die Hälfte der Leute, die TWINT einsetzen, zwischen 1960 und 1980 geboren wurden. Bei dieser Altersgruppe hat sich TWINT als bequemes und sicheres Bezahlmittel etabliert.


Vertrauen in die Sicherheit

Was lässt sich in Bezug auf die Transaktionen sagen?
Es werden täglich tausende Transaktionen durchgeführt. Dabei handelt es sich nicht nur um Kleinstbeträge, sondern durchaus auch um grössere Summen. Der Eindruck täuscht, dass TWINT nur für die Überweisung von Kleinst- und Kleinbeträgen eingesetzt wird.

Was bedeuten diese Zahlen?
Hohe Beträge einfach per Knopfdruck zu überweisen, belegt das grosse Vertrauen in die Sicherheit von TWINT. Trotzdem kennt die Hypi zusätzlich ein Tages- und ein Monatslimit.

Twint POS

Keine Alternative zu TWINT

Wie sieht es mit der Nutzung der verschiedenen Funktionalitäten aus?
Mit TWINT kann man zahlen, Geld senden und anfordern oder Rechnungen aufteilen sowie zusätzliche Funktionen nutzen wie Parkieren, Spenden, digitale Gutscheine kaufen oder Bargeld abheben. Zudem finden sich in der TWINT App wöchentlich neue Sonderangebote. Dabei wird das Senden von Geld am häufigsten gebraucht. Das Aufteilen einer Rechnung wird vor allem von Jüngeren genutzt, etwa wenn sie zusammen essen gehen.

Gibt es deiner Meinung nach eine Alternative zu TWINT?
Aktuell gibt es meines Erachtens keine Alternative. Vielleicht noch das Instant Payment, das Finstar als First Mover schon früh technisch umgesetzt und zur Verfügung gestellt hat.


Hocheffiziente, stabile Bankenplattform

Was kannst du uns zur technischen Umsetzung von TWINT sagen?
Swisscom hat Finstar eine White-Label-Applikation mit allen TWINT Funktionalitäten zur Verfügung gestellt. Wir mussten verschiedene Schnittstellen zum Finstar Kernbankensystem entwickeln und integrieren. Im Bereich Frontend wurden einzelne Elemente für die Hypi konfiguriert, das lässt sich bankenspezifisch definieren. Bei der Authentifizierung hatten wir ebenfalls die Wahl: Die Hypi hat sich für die Zwei-Faktor-Authentifizierung entschieden – das erhöht die Sicherheit und erlaubt die Definition höherer Limiten für die Kundinnen und Kunden. Alles in allem handelte es sich bei TWINT um eine einfache Adaption und Implementierung.

Die Authentifizierung hast du erwähnt. Weitere Sicherheitsaspekte?
Unser TWINT erfüllt die regulatorischen Aspekte, etwa im Zusammenhang mit allen Aspekten rund um Know Your Customer. Gleichzeitig gibt es bankspezifische Kontrollen wie die Berechtigungen, die Limiten, um nur zwei zu nennen.

Gibt es weitere technische Herausforderungen?
Die Schnelligkeit der Bankenplattform: Eine Zahlung mit TWINT muss von Finstar innerhalb von nur 5 Sekunden verarbeitet werden. In der kurzen Zeit müssen die Limiten geprüft und KYC-Kontrollen durchgeführt werden – insgesamt handelt es sich um rund ein Dutzend Kontrollen. Das verlangt nach einem hocheffizienten, hochverfügbaren und stabilen System.


TWINT entspricht einem Kundenbedürfnis

Wie lange dauerte das Projekt?
Der Projektstart erfolgte im Februar 2025, die Einführung bei der Hypi im August. Die Bank hat die Vorgaben, etwa bezüglich Kontoarten und -belastungen definiert und die regulatorischen Abklärungen gemacht: Vollmachten, Gemeinschaftskonten etc. Diese Aspekte werden für jede Bank spezifisch festgelegt und Finstar hat die Vorgaben der Hypi entsprechend umgesetzt.

Bisher kann erst die Kundschaft der Hypi von TWINT profitieren…
Wir sind bereit, TWINT bei weiteren Finstar Banken zu implementieren. Die technischen Fragen haben wir gelöst – in anderen Bereichen suchen wir ebenfalls nach soliden Lösungen, die den Einsatz für unsere Banken ermöglichen. Denn TWINT entspricht einem Kundenbedürfnis.

Wie geht es bei Finstar mit TWINT weiter?
Auf technischer Seite ist die Erweiterung einer Schnittstelle geplant und wir klären ab, was das für Finstar heisst. Zusätzlich wird die Einführung eines weiteren Fraud-Checks erwogen, um die ohnehin schon hohen Sicherheitsstandards weiter zu stärken. So bleibt TWINT einfach und schnell, digital und sicher für Nutzerinnen und Nutzer jeden Alters.


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