KI: Banken haben Potenzial erkannt
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27.10.2026
Künstliche Intelligenz hält auch in der Bankenbranche Einzug. Zwischen Interesse und konkretem Einsatz dieser Technologie klafft jedoch eine Lücke. Eine aktuelle Umfrage in der Finstar Community zeigt: Banken sehen zwar Chancen für Beratung, Innovation und Geschäftsmodelle – gleichzeitig fehlen Strategien, Kompetenzen und klare Rahmenbedingungen.
Aktuelles und wichtiges Thema
Im Rahmen des Finstar Community Events 2026 hat die Finstar AG Führungskräfte aus ihrer Banking Community zur Rolle respektive zu den Möglichkeiten von KI befragt. Die Umfrage des Lenzburger Bankensoftwarehauses richtete sich an C-Level-Verantwortliche und untersuchte das Thema über zwölf Bereiche – von Beratung und Organisation über Regulierung bis Strategie und Mitarbeitende. Die hohe Rücklaufquote von über 60% unterstreicht die Aktualität und Wichtigkeit des Themas innerhalb der Branche. Eine Erkenntnis vorweg: Insgesamt lässt sich feststellen, dass bei den Befragten keine KI-Euphorie herrscht, die Banken sehen Potenzial, suchen aber noch Antworten auf zentrale Fragen.
Höhere Innovationsgeschwindigkeit
Deutlich sichtbar wird diese Ambivalenz in der Kundenberatung: Die Mehrheit der Befragten erwartet, dass KI zu einer besseren Beratung beitragen kann. Offen bleibt, inwiefern die Kundinnen und Kunden den Empfehlungen von KI vertrauen werden. Gerade für komplexe Fragestellungen werden die Bankberaterinnen und -berater auch künftig eine wichtige Rolle spielen. Damit zeichnet sich ein Zusammenspiel von KI für die Vorbereitung, Analyse und Standardaufgaben auf der einen und den Menschen für komplexe Sachverhalte, vertrauensintensive sowie individuelle Lösungen ab. Dabei sehen die Banken im reinen KI-Einsatz keinen nachhaltigen Wettbewerbsvorteil, aber die Erwartungen sind hoch, dass KI neue Geschäftsmodelle ermöglicht und die Innovationsgeschwindigkeit erhöht.
Grösse kein Vorteil
Die Fähigkeit, KI effizient und effektiv einzusetzen, ist gemäss Studienergebnissen wichtiger als die Grösse der Bank. Entscheidend ist, wie schnell die Institute relevante, bankspezifische Anwendungsfälle identifizieren, wie sie ihre Daten nutzbar machen und KI in ihre Prozesse integrieren. Genau hier erkennen die Befragten Defizite: Die Mehrheit der Banken hat keine klare KI-Strategie und Zielsetzung, das Thema ist intern zu wenig verankert. Zugleich fehlen bis auf wenige Ausnahmen spezifische Budgets ebenso wie die internen fachlichen Ressourcen. Die KI-Kenntnisse der Mitarbeitenden werden einerseits als eher unzureichend eingeschätzt, anderseits sind die Weiterbildungsangebote zu wenig ausgeprägt. Dies ist bemerkenswert, wird doch die Akzeptanz von KI seitens Mitarbeitenden als tendenziell positiv bewertet.

Digitale Souveränität
Eine besonders klare Aussage liefert die aktuelle KI-Umfrage in der Finstar Community bezüglich technologischer Grundlage: Die Abhängigkeit von ausländischen, global agierenden KI-Anbietern wird als Risiko wahrgenommen, das Interesse an bankeigenen Modellen respektive an einer starken digitalen Souveränität besteht. Wichtiger als die Wahl eines KI-Modells sind nach Ansicht der befragten Banken jedoch hochwertige Daten und die Integration von KI in die spezifischen Bankprozesse. Damit rücken Aspekte in den Mittelpunkt, die weit über die Frage nach dem Einsatz von KI oder dem richtigen Anbieter hinausgehen. Datenqualität, Softwarearchitektur und -flexibilität, Schnittstellen und Prozessintegration, Governance und Compliance werden zu grundlegenden Voraussetzungen für den gezielten, produktiven Einsatz von künstlicher Intelligenz in Banken.
Keine Regulierung
Für zusätzliche Unsicherheit und Verzögerung sorgt das regulatorische Umfeld: Fast einhellig werden die aktuell bestehenden rechtlichen Vorgaben als unzureichend beurteilt. Zugleich werden die entsprechenden Prozesse im Vergleich zur technologischen Entwicklung als zu langsam bewertet. Diese Unsicherheit birgt höhere Risiken und Verzögerungen bei Investitionen in KI – die Gefahr wächst, den Anschluss zu verpassen. Vor diesem Hintergrund nimmt die Bedeutung der Technologiepartner nach Ansicht der befragten Banken in Zukunft weiter zu. Einerseits wird erwartet, dass KI einen grossen Teil der Software-Entwicklung unterstützt, und die Bankensoftwarehersteller produktiver macht. Andererseits bestätigt die Studie einen zentralen Ansatz von Finstar: Zukunftsfähiges Banking entsteht nicht allein durch Technologie, sondern durch die Verschmelzung von Software-Engineering-Kompetenz, Banking-Know-how, regulatorischem Fachwissen und der engen Zusammenarbeit mit den Finanzinstituten.
KI ja, aber…
Die Umfrage belegt, dass die Finstar Community gegenüber KI im Banking mehrheitlich positiv eingestellt ist. Die Technologie wird mit neuen Geschäftsmodellen und höherer Innovationsgeschwindigkeit in Verbindung gebracht, gleichzeitig herrschen Unsicherheiten bezüglich Regulierung, Risiken, Beratung und Nutzen. Für Banken besteht der nächste Schritt darin zu definieren, wo KI für sie echten Mehrwert schafft, welche Kompetenzen und Daten für die gezielte Umsetzung der bankspezifischen Strategie erforderlich sind – genau diese Aspekte wird Finstar auch in Zukunft mit ihrer Community weiterverfolgen.
Finstar mit solider Basis
Die Finstar Community ist sich einig: Künstliche Intelligenz verändert das Banking. KI ermöglicht proaktive, umfassende Beratung, intelligente Assistenten, kunden- und kontextbezogene Finanzprodukte. Mit ihren frühen Investitionen in Open Banking und eine offene, modulare Systemarchitektur hat Finstar eine solide Basis für die gezielte KI-Integration gelegt. Dabei beschleunigt der Einsatz von KI die Entwicklungszyklen von Finstar und erlaubt eine raschere Realisierung neuer, bankspezifischer Geschäftsmodelle. Bei der Umsetzung ihrer Lösungen setzt das Bankensoftwarehaus konsequent auf neue Einwilligungs- und Delegationsmodelle, damit die definierten KI-Agenten sicher, im Sinn der Kunden und innerhalb definierter bankinterner und gesetzgeberischer Vorgaben handeln können.
Integration statt Isolation
Finstar integriert KI-Lösungen in bestehende IT-Infrastrukturen, verbindet ihre Kunden mit den relevanten KI-Instanzen der Branche. Damit ist der Lenzburger Pionier schneller in der praxisorientierten und regulationskonformen Adaption. So verwandeln sich Banken, die ihre Plattformen für Ökosysteme respektive KI-Agenten öffnen, zur Infrastruktur der bevorstehenden Generation von Finanzdienstleistern. Dank ihrer Offenheit, API-first und zukunftsorientierten KI-Lösungen sichert Finstar die Teilnahme an der agentischen KI-Finanzwirtschaft und den Erfolg ihrer Kundenbanken – aus isolierten Finanzinstituten wird ein integriertes Gesamtsystem mit Banken, Fintech, Regulatoren und Technologieplattformen.